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Buddhisten aus Peking zu Gast in Freising – Delegation des Longquan Tempels besucht Kloster Bodhi Vihara

Longquan Tempel in Peking

Buddhisten aus Peking zu Gast in Freising

Delegation des Longquan Tempels besucht das Buddhistische Kloster Bodhi Vihara

Als Auftakt ihrer Deutschlandreise besucht vom 9. bis 10. Mai 2016 eine vierköpfige Delegation des Longquan Tempels aus Peking das Buddhistische Kloster Bodhi Vihara in Freising.

Der Longquan Tempel ist ein Kloster mit über tausendjähriger Tradition. Gegründet wurde es bereits zur Zeit der Song Dynastie im Jahr 951 n.Chr. Gleichzeitig ist es eines der aktivsten Klöster des Landes. Seit 2005 steht ihm der landesweit bekannte Ehrwürdige Xuecheng als Abt vor. Als gegenwärtiger Vorsitzender der Vereinigung der Buddhisten Chinas setzt er sich einerseits für die Kräftigung des Buddhismus im chinesischen Inland ein, andererseits betont er die Wichtigkeit des Austauschs und der Zusammenarbeit von Buddhisten weltweit. Auch die jetzt eintreffende Delegation soll die buddhistische Freundschaft zwischen den Nationen stärken.

Es ist dem Buddhistischen Kloster Bodhi Vihara in Freising deswegen eine ganz besondere Freude, die beiden Ehrwürdigen Mönche Xianqing und Xianda sowie zwei Begleiter als Gäste willkommen zu heißen.

Zu diesem Anlaß findet am Dienstag, den 10. Mai 2016 eine buddhistisch-ökumenische Andacht um 7 Uhr und ein Willkommensfrühstück von 8 bis 10 Uhr in chinesischer Sprache statt. Recht herzlich laden wir alle Interessierten ein, dieser interessanten Begegnung in der Fischergasse 11 beizuwohnen. Auch wer der chinesischen Sprache nicht mächtig ist, ist dennoch herzlich zum gemeinsamen Frühstück eingeladen. Sofern es die Zeit erlaubt, werden gerne auch einzelne Fragen übersetzt.

Um Anmeldung per E-Mail unter info@bodhi-vihara.org wird gebeten.

 

Programm

Buddhistische Andacht

07:00     Buddhistisch-ökumenische Andacht auf Pali & Chinesisch

07:20     Meditation

07:30     Lesung aus dem Buddhawort (deutsch)

07:35     Lesung aus dem Buddhawort (chinesisch)

07:40     Kurze Predigt (deutsch)

07:45     Kurze Predigt (chinesisch)

07:55     Teilen der Verdienste und Segenswünsche

 

Im Anschluß

Willkommensfrühstück

(alle Grußworte und Beiträge finden in chinesischer Sprache ohne Übersetzung statt)

08:00     Beginn des Frühstücks

Grußwort von Bhikkhu Thitadhammo, Kloster Bodhi Vihara, Freising

Grußwort von Bhiksu Xianqing, Longquan Tempel, Peking

Grußwort von Andreas Feil, Student der Theologie & Sinologie

Grußwort von einem Mitglied der chinesischen Delegation

Grußwort von Tim Trendlkamp, Student der Philosophie & Sinologie

 

Offenes Gespräch

 

10:00     Abschließende Segenswünsche

Ende des Frühstücks

 

Im Text angegebene Namen und Ortsbezeichnungen in chinesischen Zeichen:

北京.龍泉寺. 釋學誠 .釋賢清 .釋賢大.中國佛教協會

Wenn Mönche eine Reise machen – Von England nach Slowenien mit Zwischenhalt in Freising

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Bild: Bhikkhu Hiriko und die Einsiedelei Samanadipa in Slowenien

 

Wenn Mönche eine Reise machen –

Von England nach Slowenien mit Zwischenhalt in Freising

Am Freitag Abend traf der Ehrwürdige Bhikkhu Hiriko aus dem englischen Kloster Amaravati im Freisinger Bodhi Vihara auf dem Domberg ein. Auf seiner Reise von England nach Slowenien, seinem Heimatland, war ein Stop-over in Freising eingeplant. Auch wenn in der heutigen Zeit keine Pferde mehr gewechselt oder Kutschen gewartet werden müssen, benötigen die Reisenden, allen voran der Fahrer, eine obligatorische Erholungspause. Dafür bot sich nun das Freisinger Kloster an, da es genau auf dem Weg Richtung Slowenien liegt.

Nach erfolgter Einquartierung der Gäste zeigte Bhikkhu Thitadhammo dem Ehrwürdigen Hiriko und seinen beiden srilanka-stämmigen Begleitern die Freisinger Innenstadt. Besonders vom idyllischen Anblick des abendlich beleuchteten Marienplatzes waren die Besucher angetan. Im Anschluß folgte ein längeres, sehr harmonisches Gespräch bei Tee im Andachtsraum in der Fischergasse. Unter anderem wurde eine Zusammenarbeit angesprochen und gegenseitige Besuche anvisiert. Am nächsten Morgen setzten Bhikkhu Hiriko samt Begleitung dann nach einem reichhaltigen Frühstück und dem Austausch von Geschenken ihre Autoreise fort.

Der slowenische Mönch gründete vor einiger Zeit in seinem Heimatort eine kleine Waldeinsiedelei namens „Samanadipa“. Die kommenden Monate nun wird er dort verbringen und sich dem Aufbau dieses neuen buddhistischen Refugiums in Osteuropa widmen.

Samanadipa verfügt über eine Website: http://www.slo-theravada.org/samanadipa.html Auch gibt es ein kleines Video: https://www.youtube.com/watch?v=Pv_rD6Cm_QU

 

Bild 2: Reiseroute von Kloster Amaravai in England via Freising nach Slowenien

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Nachlese: „Glaubenssache“ aus der Reihe Stadtgespräche vom 19.03.2016 (ganzer Artikel als PDF)

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Der gesellschaftliche Wandel ist auch für die religiösen Vertreter in Freising eine Herausforderung. Sie wollen Halt geben und werden doch infrage gestellt, gerade auch in der Flüchtlingsdebatte.

In der Reihe „Stadtgespräche“ der Süddeutschen Zeitung:
Islam, Buddhismus und Christentum an einem Tisch
Interview von Anna Dreher, Kerstin Vogel und Christian Gschwendtner

Interview „Reden wir über Spenden für Bodhi Vihara – Bhikkhu Thitadhammo bangt um das buddhistische Kloster“ erschienen am 14.07.2015 in der Süddeutschen Zeitung

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Das Buddhistische Kloster Bodhi Vihara startete vor Kurzem einen Spendenaufruf: Grund dafür ist die anstehende Verlängerung des Mietvertrags für die Andachts- und Unterrichtsräume samt Bibliothek an der Fischergasse. Ohne die Unterstützung der Freisinger, so fürchtet Klostervorsteher Bhikkhu Philipp Thitadhammo, müsse man die Räume, die auch von vielen Gruppen genutzt werden, aufgeben.

SZ: Sie bezeichnen sich als Bettelmönch mit Geldsorgen: Ist es Ihre Aufgabe, sich um die Finanzen zu kümmern?

Bhikkhu Philipp Thitadhammo: Ja, als Mönch habe ich das Gelübde auf mich genommen, vollkommen ohne Geld zu leben. Ich sorge mich also nicht um mein eigenes Geld, sondern habe als Klosterleiter die Verpflichtung, dass das bereits mit viel liebevollem Einsatz Aufgebaute weiter bestehen und sich immer mehr entfalten kann.

Aber jetzt befürchten Sie, Ihre Räume an der Fischergasse aufgeben zu müssen…

Ich fühle mich gesegnet und dankbar, als Mönch in Freising leben und auch weiteren Mönchen und im Kloster Mitlebenden eine spirituelle Heimat bieten zu können. Wir haben schon Großartiges erreicht und jede Veränderung, sei es der Umzug oder eben jetzt die Herausforderung einer Finanzierung, hat bisher immer zu einer Verbesserung geführt. Spirituell lernt man am meisten in Zeiten der Prüfung und der Herausforderung. Worum ich mir jetzt Gedanken mache, ist nicht, wie es allgemein weiter geht, sondern wie wir das begonnene Bibliotheksprojekt gut weiterführen können. Spätestens im Herbst sollte die umfangreiche Fachbibliothek eröffnet werden. Deren langfristigen Nutzen erachte ich als sehr groß, sowohl für unser Kloster als auch für Freising.

Wie wurde bislang die Miete finanziert?

Als buddhistische Einrichtung erhalten wir von Seiten des Staates oder der Stadt keinerlei Form von Zuwendung. Auch haben wir nicht so etwas wie eine buddhistische Kirchensteuer. Wir finanzieren die Miete deswegen rein aus monatlichen Zuwendungen oder Einzelspenden.

Und wie viel Geld würden Sie benötigen?

Gegenwärtig haben wir einen Fehlbetrag bei der Finanzierung der Fischergasse von rund 600 Euro im Monat. Bisher konnten wir diesen mit zurückgelegten Einzelspenden ausgleichen. Langfristig ist dies jedoch nicht möglich. Wir benötigen einfach mehr regelmäßige Spender, auf die wir uns verlassen können.

Wie geht es weiter, wenn Sie bis August die Spenden nicht bekommen?

Wir setzen jetzt wirklich alles in Bewegung, um über die Möglichkeit einer Unterstützung zu informieren. Auch wenn sehr viele Menschen den Tempel in der Fischergasse – der Andachtsraum ist für die Öffentlichkeit gleichsam einer Kapelle frei zugänglich – toll finden, ist ihnen nicht bewusst, dass er als buddhistische Einrichtung nicht gleichsam einer Kirche einfach da ist. Falls wir es nicht schaffen, dieses Bewusstsein einer Symbiose zwischen spirituellem und materiellem Geben zu vermitteln, können wir die Räumlichkeiten nicht wie bisher weiterführen. Erste Reaktionen gibt es bereits: So wird ein Gönner aus Singapur bei einem Marathon starten und seine Freunde und Bekannte bitten, seinen Lauf mit Spenden für uns zu unterstützen.

Interview erschienen am 14. Juli 2015 in der Süddeutschen Zeitung
„Reden wir über Spenden für Bodhi Vihara -Bhikkhu Thitadhammo bangt um das buddhistische Kloster“

Online: http://www.sueddeutsche.de/muenchen/freising/reden-wir-ueber-spenden-fuer-bodhi-vihara-1.2565773