Juli-Vollmond: Beginn der Lehrtätigkeit des Buddhas, Gründung des Ordens und Anfang der Regenzeit

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Asalha-Puja ist eines der wichtigsten buddhistischen Feste im Jahreskreis. Es wird am Tag des Vollmonds im Juli begangen. Am Folgetag beginnt nach altindischem Kalender die dreimonatige Regenzeit (เข้าพรรษา) für die Mönche in den theravada-buddhistischen Ländern Asiens.

Das Asalha-Fest erinnert an die erste Lehrrede des Buddha vor einer kleinen Schar von fünf Zuhörern im Hirschpark von Sarnath bei Varanasi (heute Benares), nachdem er die vollkommene Erwachung erlangt hatte. In dieser Rede finden sich bereits alle Grundgedanken der Buddhalehre wieder. Hier spricht der Buddha vom Rad der Lehre (dhamma cakka) und von den vier edlen Wahrheiten: der edlen Wahrheit (sacca) von der Tatsächlichkeit des Leidens (dukkha), der edlen Wahrheit von der ursächlichen Entstehung (samudaya) des Leidens, der edlen Wahrheit von der Möglichkeit der Auflösung (nirodha) des Leidens sowie der edlen Wahrheit vom Pfad (magga) hin zur aktiven Auflösung des Leidens, dem Edlen Achtfachen Pfad.

Bei dieser ersten Lehrrede des Buddhas erlangte der anwesende Asket Kondanna den Stromeintritt (sotapatti), die erste Stufe der Erleuchtung, und wurde vom Buddha mit dem Ausruf „Ehi bhikkhu“ zum ersten buddhistischen Mönch geweiht. Somit war dies der Beginn des Sanghas, also des buddhistischen Ordens.

Am Folgetag beginnt die dreimonatige Regenzeit (vassa) für die Mönche heuer am 14.07. und geht mit dem Vollmond am 10.10. zu Ende.

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