Einführung in die Lebensweise von buddhistischen Mönchen (Vinaya)

 1. Ein­lei­tung

Im All­ge­mei­nen wird in der bud­dhis­ti­schen Tra­di­tion zwi­schen den­je­ni­gen unter­schie­den, die als Men­schen mit Beruf und Fami­lie leben, und den­je­ni­gen, die in die Haus­lo­sig­keit gezo­gen sind, um einem Weg der Ent­sa­gung (nekk­hamma), Läu­te­rung (visud­dhi) und geis­ti­ger Ent­wick­lung (bha­vana) zu fol­gen. Für die bud­dhis­ti­schen Ordi­nier­ten (samana) wird ihr spi­ri­tu­el­les Leben vom Dhamma-​​Vinaya geleitet.

Die bud­dhis­ti­schen monas­ti­schen Regeln, Vinaya genannt, sind ein Trai­ning für Kör­per, Spra­che und Geist. Diese Regeln sol­len nicht Selbst­zweck sein, son­dern Mit­tel, wel­che – zusam­men mit der spi­ri­tu­el­len Lehre, dem Dhamma, ange­wen­det – Reife und spi­ri­tu­elle Ent­wick­lung fördern.

Der Vinaya dient neben dem direk­ten Trai­ning auch der Ent­wick­lung einer unter­stüt­zen­den Bezie­hung zwi­schen Laien und Ordi­nier­ten. Die bud­dhis­ti­schen Ordi­nier­ten geben viele gewöhn­li­che Frei­hei­ten auf und unter­zie­hen sich der Dis­zi­plin und den Regeln des Vinaya, um sich auf die Ent­wick­lung des Her­zens zu kon­zen­trie­ren. Sie kön­nen als Mön­che leben, weil Men­schen ihr Trai­ning respek­tie­ren und sie dabei unterstützen.


2. Dana – das Spen­den der Mit­tel für den Lebensunterhalt

Der Vinaya, wie vom Buddha fest­ge­legt, defi­niert in vie­len Regeln den Sta­tus eines Ordi­nier­ten als den eines auf die Unter­stüt­zung von ande­ren Ange­wie­se­nen (Bhikkhu). Ohne per­sön­li­chen Besitz kann man auf ganz prak­ti­sche Weise den Instinkt nach Sicher­heit erken­nen. Dar­über hin­aus kann der Ordi­nierte seine Abhän­gig­keit von Almo­sen als Kon­tem­pla­tion über die vier grund­le­gend not­wen­di­gen Dinge benutzen.

Diese vier erfor­der­li­chen Dinge – Nah­rung, Klei­dung, Unter­kunft und Medi­zin – kön­nen die Laien anbie­ten, um so auf prak­ti­sche Weise Frei­gie­big­keit, Aner­ken­nung oder ihr Ver­trauen in die bud­dhis­ti­sche Gemein­schaft aus­zu­drü­cken. Die Mit­glie­der des Sangha erwi­dern dies auf unter­schied­li­che Weise, indem sie die Lehre des Buddha den­je­ni­gen anbie­ten, die sie hören wollen.


3. Die vier erfor­der­li­chen Dinge (catu-​​paccaya)

3.1 Almo­sen­speise (pinda­pata)

Die Mön­che in den Theravada-​​Ländern machen gewöhn­lich täg­li­che eine Almo­sen­runde durch die Stra­ßen. Die Men­schen ver­deut­li­chen ihre Absicht zu geben, indem sie vor ihren Häu­sern oder am Stra­ßen­rand mit Essen ste­hen und die Mön­che dazu ein­la­den Almo­sen anzu­neh­men. Anstatt Essen bei der täg­li­chen Almo­sen­runde zu spen­den, kann von Unter­stüt­zern das Essen als Mahl­zeit an die­sem Tag ins Klos­ter gebracht wer­den. Die Laien spen­den oft Nah­rung für eine beson­dere Gele­gen­heit, bei­spiels­weise an den Mond­ta­gen, Fei­er­ta­gen, am Geburts­tag oder im Geden­ken an Verstorbene.

Mön­che soll­ten nicht direkt um Nah­rung bit­ten, außer wenn sie krank sind. An die­ses Prin­zip soll­ten die Laien den­ken, wenn sie Nah­rung anbie­ten. Anstatt die Mön­che nach beson­de­ren Vor­lie­ben zu fra­gen, ist es bes­ser, sie ein­fach nur ein­zu­la­den, die Nah­rung zu erhal­ten, die Sie geben möch­ten. Indem Sie berück­sich­ti­gen, dass diese Mahl­zeit die Haupt­mahl­zeit des Tages ist, geben Sie so viel, wie es Ihnen rich­tig erscheint. Die Mön­che neh­men sich das, was sie benö­ti­gen. Sie kön­nen den Mön­chen Spei­sen anbie­ten, indem Sie ihnen Behäl­ter mit Essen brin­gen und sie wäh­len las­sen. Das Essen kann auf einem Tisch ste­hen, sodass sich die Mön­che selbst davon bedie­nen kön­nen. In die­sem Fall muss den Bhikk­hus (oder stell­ver­tre­tend einem von ihnen) jede Schale offe­riert wer­den. Die Mit­glie­der des Sangha bevor­zu­gen es in Stille zu essen.

Nah­rung (ahara) wird im Vinaya als etwas Ess­ba­res oder Trink­ba­res bezeich­net – außer rei­nem Was­ser oder den Din­gen, die spe­zi­ell als Medi­zin erlaubt sind. Der Buddha erlaubte sei­nen ordi­nier­ten Schü­lern, Essen zwi­schen der Mor­gen­däm­me­rung und Mit­tag (13:00 Uhr wäh­rend der Som­mer­zeit) zu erhal­ten und zu kon­su­mie­ren. Außer­halb die­ser Zeit dür­fen sie keine Nah­rung ver­zeh­ren und Bhikk­hus selbst dür­fen sie auch nicht über Nacht auf­be­wah­ren. Mön­che leben davon, was ihnen ange­bo­ten wird, und haben keine Bevor­zu­gung von bei­spiels­weise vege­ta­ri­scher Nah­rung oder Lieb­lings­spei­sen. Für Bhikk­hus ist das Kochen nicht erlaubt, aber in der Früh offe­rierte und erkal­tete Spei­sen dür­fen auf­ge­wärmt wer­den. Im Ver­ständ­nis des Vinaya wird Milch als Nah­rungs­mit­tel betrach­tet. So sind Milch­ge­tränke nur erlaubt, wenn die Mön­che diese zwi­schen der Mor­gen­däm­me­rung und Mit­tag ange­bo­ten bekom­men und in die­ser Zeit verzehren.

In der Bezie­hung zwi­schen Mön­chen und Laien gibt es spe­zi­fi­sche Regeln, die Nah­rung und Medi­zin betreffen.

Das Offe­rie­ren von Nah­rung und Medizin:

1. Ein Bhikkhu darf nur Ess­ba­res und Trink­ba­res (ein­schließ­lich Medizin) – außer rei­nem Was­ser – ver­zeh­ren, wenn es ihm for­mal direkt in seine Hand oder in etwas, was mit sei­ner Hand in Berüh­rung ist, offe­riert wird. Um kör­per­li­chen Kon­takt mit einer Frau zu ver­mei­den, brei­ten Mön­che in Thai­land ein Tuch aus, auf wel­ches die Frau ihre Gaben able­gen kann.

2. In vie­len Klös­tern wird eine Ver­fei­ne­rung die­ser Richt­li­nie prak­ti­ziert. Diese besagt, dass ein ein­mal ange­bo­te­nes Essen oder Medi­zin nicht mehr von den Laien berührt wer­den sollte, so daß die Mön­che es ohne Zwei­fel als Gege­be­nes auf­fas­sen können.

3. Das for­melle Offe­rie­ren von Nah­rung und Medi­zin wird nach dem Vinaya dann erfüllt, wenn sich ein Laie bis auf Armes­länge dem Mönch nähert und etwas anbie­tet, das der Mönch dann an sich neh­men kann. Dies dient dazu, dass das Offe­rie­ren acht­sam und bewusst, klar und unmiß­ver­ständ­lich geschieht, unab­hän­gig davon, was gege­ben wird.

Wie bei allen Regeln in die­sem Text kann man Mön­che um Klä­rung bit­ten, wie man sich beim Offe­rie­ren der Nah­rung ver­hält, wenn es Zwei­fel dazu gibt.


3.2 Klei­dung (civara)

1. Nach den Regeln darf ein Mönch drei Grund­ro­ben besit­zen. Urspüng­lich näh­ten die Mön­che diese Roben selbst aus gespen­de­tem Stoff. In eini­gen Klös­tern wird Stoff auch heute noch von der rich­ti­gen Farbe gege­ben und von den Mön­chen ver­ar­bei­tet. Ein Woll­stoff kann für ein zusätz­li­ches äuße­res Gewand ver­wen­det wer­den. In bud­dhis­ti­schen Län­dern kann man auch fer­tige Roben kau­fen und diese offe­rie­ren. Vor der Spende von Roben oder Stoff sollte am bes­ten mit den Mön­chen Rück­spra­che gehal­ten wer­den.
2. In einem kal­ten Klima wer­den die Roben ergänzt durch lang– und kurz­är­me­lige T-​​Shirts, Pull­over, Socken usw. Auch diese kön­nen – von einer ange­mes­se­nen Farbe – an Mön­che gespen­det werden.


3.3 Unter­kunft (senasana)

1. Ein­sam, ruhig und ein­fach wäre die Beschrei­bung für eine ideale Unter­kunft eines Mönchs. Nach den Schrif­ten sollte eine Unter­kunft weder unbe­quem noch zu luxu­riös sein und in jedem Fall nicht die Gesund­heit beeinträchtigen.

2. Prak­ti­sche und beschei­dene Möblie­rung ist ebenso erlaubt. Nach einer Regel darf man keine hohen und luxu­riö­sen Bet­ten und Stühle benut­zen. Man kann auf einem ein­fa­chen Bett schla­fen, wobei viele Ordi­nierte für ihren Rücken eine harte Unter­lage bevor­zu­gen. Gewöhn­lich ver­si­chern Mön­che, dass sie alles Ange­bo­tene akzep­tie­ren kön­nen, solange es sich mit den Regeln eines Mönchs ver­ein­ba­ren lässt.

3. Die Regeln des Vinaya erlau­ben es einem Mönch nicht, mehr als drei Nächte in dem­sel­ben Raum wie ein nicht-​​ordinierter Mensch zu schla­fen. Weder Mön­che noch Non­nen soll­ten in dem­sel­ben Raum mit einem Men­schen des ande­ren Geschlechts lie­gen. Wenn man also eine vor­über­ge­hende Unter­kunft für die Nacht zur Ver­fü­gung stellt, so müs­sen die Laien kei­nen gro­ßen Auf­wand betrei­ben. Ein ein­fa­cher Raum ist aus­rei­chend, aber es soll­ten ange­mes­sene pri­vate Schlaf– und Wasch­mög­lich­kei­ten vor­han­den sein.


3.4 Medi­zin (bhesajja)

Nach dem Vinaya kann das als Medi­zin betrach­tet wer­den, was man isst oder trinkt und gewöhn­lich nicht als Nah­rung wahr­ge­nom­men wird (Toni­kum, Stärkungsmittel):

1. etwas, das spe­zi­fisch für Krank­heit ist, d. h. Medi­ka­mente, natur­heil­kund­li­ches Medi­zin, homöo­pa­thi­sche Heil­mit­tel, Vit­ami­ner­gän­zun­gen usw.:

2. etwas, das bele­bend wirkt, so wie Kaf­fee und Tee

3. etwas, das einen Nähr­wert hat in Zei­ten der Schwä­chung, des Hun­gers oder der Ermü­dung, z. B. Zucker, Honig, Fruchtsaft

Im Gegen­satz zu Nah­rungs­mit­teln dür­fen Mön­che diese Medi­zin über Nacht auf­be­wah­ren. Für Bhikk­hus gibt es unter­schied­li­che Begren­zun­gen, was die Zeit­dauer für das Lagern die­ser Medi­zin betrifft.

1. Ein Tag: frisch­ge­press­ter Frucht­saft von jeder Frucht. Diese Säfte dür­fen zu jeder Zeit zwi­schen der Mor­gen­däm­me­rung des einen Tages bis zur Mor­gen­däm­me­rung des nächs­ten Tages ange­nom­men und getrun­ken wer­den – diese Zeit­be­gren­zung ver­hin­dert die Gärung. Bei halt­ba­ren Frucht­säf­ten in Fla­schen oder Kar­ton mit lan­ger Halt­bar­keit kön­nen sie bis zu sie­ben Tage auf­be­wahrt werden.

2. Sie­ben Tage: But­ter, tie­ri­sches oder pflanz­li­ches Öl, Honig und jede Art von Zucker (auch Melasse oder Zucker­si­rup) dür­fen zu jeder Zeit von der Mor­gen­däm­me­rung des einen Tages bis zum sieb­ten Tag, nach­dem man diese erhal­ten hat, auf­be­wahrt und ver­zehrt werden.

3. Auf Lebens­zeit: Medi­ka­mente, Vit­amine, Pflan­zen­wur­zeln wie Ing­wer, Gin­seng; Kräu­ter­sud wie Kamille; Getränke wie Tee, Kaf­fee und Kakao.


4. Andere Bedarfs­ge­gen­stände (parikk­hara)

Der Buddha erlaubte es den Mön­chen bestimmte Bedarfs­ge­gen­stände zu besit­zen, wie u.a. Nähn­a­deln, Rasier­mes­ser, Werk­zeug, usw. In der heu­ti­gen Zeit sind hier auch Stifte, Uhr, Taschen­lampe, Bücher, elek­tro­ni­sche Geräte usw. mit ein­ge­schlos­sen, die jedoch mög­lichst ein­fach und funk­tio­nell sein sollten.


.5. Eine Ein­la­dung aus­spre­chen (pava­rana)

 

Die Grund­ein­stel­lung der Mön­che erlaubt es ihnen nicht ande­ren mit ihren eige­nen Bedürf­nis­sen zur Last zu fal­len. Es gel­ten für sie die Ideale von Bedürf­nis­lo­sig­keit und Genüg­sam­keit so wie sie auch im Metta Sutta rezi­tiert wer­den. Des­halb wen­den sie sich grund­sätz­lich nicht mit Bit­ten an die Laien – außer im Krank­heits­fall, in Aus­nah­me­si­tua­tio­nen oder wenn sie vor­her dazu ein­ge­la­den wor­den sind. Es gibt hier­bei jedoch zwei Aus­nah­men: Ein Mönch darf immer um Trink­was­ser bit­ten und Unter­stüt­zung von der eige­nen Fami­lie ersu­chen. Wenn man einem Mönch Essen oder Medi­zin anbie­ten möchte, dann sollte man nicht war­tet bis der Mönch von selbst darum bit­tet, son­dern man spricht den Mönch von sich aus an, bei­spiels­weise mit: „Darf ich Ihnen Essen anbie­ten?“ oder: „Darf ich Ihnen Tee anbieten?“

Man kann auch eine Ein­la­dung (pava­rana) aus­spre­chen, um damit jeg­li­che Umstände abzu­de­cken, die man nicht kennt – bei­spiels­weise im Falle eines gesund­heit­li­chen Pro­blems die ange­mes­sene Medi­zin oder bei Din­gen für den all­täg­li­chen Bedarf eine Zahn­bürste, indem man sagt: „Wenn Sie irgend­et­was Medi­zi­ni­sches oder All­täg­li­ches benö­ti­gen, dann las­sen Sie es mich bitte wis­sen.“ Um Miss­ver­ständ­nisse zu ver­mei­den ist man bes­ser kon­kret und sagt zum Bei­spiel: „Wenn Sie mehr Essen möch­ten…“, „Wenn Sie etwas brau­chen, solange Sie hier sind …“, „Wann immer Sie ein neues Paar San­da­len benötigen …“.

Sofern eine Ein­la­dung nicht genauer bestimmt wor­den ist, z.B. „Wenn Sie diese Woche nach Mün­chen fah­ren wol­len,…“, gilt eine Ein­la­dung für maxi­mal vier Monate. Danach ver­fällt sie, es sei denn sie wird vom Unter­stüt­zer erneu­ert. Indem man die Zeit­grenze oder den Rah­men des Ange­bots fest­legt beugt man dem Ent­ste­hen von Miss­ver­ständ­nis­sen vor. Wenn Sie zum Bei­spiel ein paar San­da­len anbie­ten wol­len, so geht der Mönch nicht gleich davon aus, dass Sie San­da­len der höchs­ten Preis­klase zu kau­fen beab­sich­ti­gen. Sie kön­nen dem Mönch des­hab den unge­fäh­ren Preis– oder Zeit­rah­men nen­nen um eine pas­sende Wahl tref­fen zu kön­nen (z.B. ein­mal San­da­len im Wert von … ).


.6. Unpas­sende Gegenstände

 

a) Luxu­riö­ses Eigentum

 

Im All­ge­mei­nen ist es für einen Mönch nicht ange­bracht luxu­riöse Gegen­stände anzu­neh­men, z.B. eine Rolex-​​Uhr. Diese könn­ten bei ihm Anhaf­tung und bei ande­ren Neid her­vor­ru­fen und mög­li­cher­weise sogar die Absicht zu steh­len. Für einen Almo­sen­emp­fän­ger, der von der Frei­gie­big­keit ande­rer Men­schen lebt, ist es nicht ange­mes­sen, den Besitz von Luxus­gü­tern anzustreben.

.

b) Geld

Im Vinaya gibt es ein kla­res Ver­bot für Mönch Geld („Gold und Sil­ber“) per­sön­lich anzu­neh­men, andere anzu­wei­sen, es für sie zu behal­ten („Das ist mein Geld!“) oder ein­zu­wil­li­gen, dass das Geld für einen auf­be­wahrt wird („Nimm mein Geld und heb es für mich auf!“). Finan­zi­elle Spen­den für den Sangha wer­den von Lai­en­un­ter­stüt­zern treu­hän­de­risch verwaltet

  1. In der Regel wer­den Klös­ter finan­zi­ell von Laien unter­stützt, die den Sangha dazu ein­la­den, ihre Unter­stüt­zung anzunehmen

  2. Diese Lai­en­ver­wal­ter sind die Treu­hän­der (vey­ya­vac­ca­kara) des Sangha und über­neh­men die finan­zi­el­len Ange­le­gen­hei­ten des Klosters.

Hier fol­gen Bei­spiele, wie man Mön­che finan­zi­ell unter­stüt­zen kann:

  1. Wenn ein Laie einem bestimm­ten Bhikkhu etwas geben möchte, aber unge­wiss ist, was die­ser benö­tigt, so kann er dem Bhikkhu eine klare Ein­la­dung aus­spre­chen (pava­rana). Finan­zi­elle Spen­den soll­ten nicht direkt einem Bhikkhu gege­ben wer­den, son­dern in eine Spen­den­box, die ein­Lai­en­ver­wal­ter des Klos­ters betreut. Man kann ange­ben (wört­lich oder schrift­lich), für wel­chen Gegen­stand oder Zweck das Geld ver­wen­det wer­den soll, z.B. „50€ für eine Fahrkarte“

  2. Wenn man ein Sang­ha­mit­glied für einen Besuch ein­lädt, so kann man das Geld für die Rei­se­kos­ten einem beglei­ten­den Laien geben, der dann die Fahr­karte für die Reise und alles, was der Mönch sonst noch in die­ser Zeit benö­tigt, besor­gen kann. Es ist für einen Laien eine gute Übung, sich zu über­le­gen, was der Bhikkhu tat­säch­lich benö­tigt, anstatt nur Geld zu geben.


7. Bezie­hun­gen (Mön­che & Frauen)

 

Die Regeln für Bezie­hun­gen zwi­schen Mön­chen und Mit­glie­dern des ande­ren Geschlechts kön­nen zu Miss­ver­ständ­nis­sen füh­ren, wes­halb hier detail­lierte Erklä­run­gen auf­ge­führt werden.

  1. Mön­che leben in Keusch­heit (brah­ma­ca­riya). Damit ist der Ver­zicht auf jeg­li­che Art von ero­ti­schem Ver­hal­ten gemeint. Das beinhal­tet auch absicht­lich lust­volle Rede oder Kör­per­kon­takt. Bei­des sind ernste Ver­stöße gegen die Regeln für Mönche.

  2. Da die eigene Absicht nicht immer deut­lich ist (auch nicht für einen selbst), und die eige­nen Worte nicht immer zurück­hal­tend sind, so gilt es als all­ge­mei­nes Prin­zip für Mön­che auf phy­si­schen Kon­takt (auch das Hän­de­schüt­teln) mit Mit­glie­dern des ande­ren Geschlechts zu verzichten.

  3. Wenn ein Mönch allein mit einer Frau in einem geschlos­se­nen und unein­sicht­ba­ren Raum spricht, sollte ein Mann anwe­send sein, der das Gesagte versteht.

Diese Vor­sichts­maß­nah­men wur­den vom Erleuch­te­ten nie­der­ge­legt, um fal­sche Anschul­di­gen zu ver­mei­den und das Anse­hen der Mön­che zu wahren.


.8. Den Dhamma leh­ren (dham­ma­desana)

 

Der Mönch als Dhammal­eh­rer (dhamm­a­ka­thika) sollte nur bei pas­sen­der Gele­gen­heit die tief­grün­di­gen Leh­ren des Buddha wei­ter­ge­ben. Ein Mönch unter­rich­tet also nur die­je­nin­gen Men­schen, die sich eine Unter­wei­sung wün­schen und ihr auch ernst­haft zuhö­ren wol­len. Er lehrt zu einem Zeit­punkt an dem die Zuhö­rer nicht beschäf­tigt sind (am Tele­fon mit einem drit­ten spre­chen oder gerade andere Tätig­kei­ten ver­rich­ten), keine Ruhe vor­herrscht (am Arbeits­platz, im Super­markt, an einer lau­ten Straße), bzw. an einem Ort, der für einen Vor­trag ohne­hin nicht geeig­net ist (Bade­zim­mer, Super­markt­kasse, Metz­ge­rei) aber auch nicht im Rah­men von rein welt­li­chen Ver­an­stal­tun­gen. Den Dhamma lehrt ein Mönch nur dann, wenn er akkus­tisch ver­stan­den wer­den kann und wenn er sich an einem der Lehr­tä­tig­keit wür­di­gen Ort befin­det. Der Wert einer Dhamma-​​Unterweisung wird enorm ver­rin­gert, wenn diese durch Geplau­der, Bes­ser­wis­se­rei , spe­ku­la­tive Ein­wände und Han­dy­ge­sprä­che gestört wird. Man sollte einen Raum für einen Dham­ma­vor­trag so her­rich­ten, dass man dem Spre­cher mit Respekt zuhö­ren kann. Man bie­tet dem Spre­cher einen für diese Gele­gen­heit pas­sen­den Sitz­platz. Es ist gene­rell immer gut, sich mit dem Vor­tra­gen­den zu bespre­chen, wie der Dham­ma­vor­trag ablau­fen soll. Wenn man einen Mönch zum Bei­spiel für eine Mahl­zeit mit anschlie­ßen­der Beleh­rung ein­lädt, so sollte der Ein­la­dende auch die Rei­se­vor­be­rei­tun­gen treffen.


.9. Klei­nere Punkte der Etikette

 

Der Vinaya erstreckt sich auch auf den Bereich der Kon­ven­tio­nen. Diese Gebote sind keine Regeln an sich, sind aber hilf­reich für ein rei­bungs­lo­ses und höf­li­ches Mit­ein­an­der. In Klös­tern wer­den sol­che Punkte gele­gent­lich betont um Har­mo­nie, Ord­nung und Wohl­be­fin­den inner­halb der Gemein­schaft gewähr­leis­ten zu kön­nen. Die Laien mögen an die­sen Kon­ven­tio­nen zwecks bes­se­rem Ver­ständ­nis inter­es­siert sein.


.10. Ges­ten des Respekts

 

Tra­di­tio­nell ver­neigt man sich vor einem Altar, Schrein oder Leh­rer. Dies macht man beim Betre­ten und Ver­las­sen des Rau­mes. Macht man dies wür­de­voll zur rech­ten Zeit, so wird es zu einer schö­nen Geste, wel­che den Men­schen ehrt, der sie voll­zieht. Eine andere gän­gige Respekts­be­zeu­gung ist das Fal­ten der Hände vor der Brust, so dass die Fin­ger­spit­zen nach oben zei­gen (anjali). Dies ist eine schöne Form der Begrü­ßung oder des Abschieds, der Wür­di­gung eines Dham­ma­vor­tra­ges oder des Abschlie­ßens einer Darbringung.

Auf Kör­per­spra­che wird im Bud­dhis­mus viel Wert gelegt. Man­che die­ser Gewohn­hei­ten wer­den als Übung betrach­tet, um die Acht­sam­keit auf den Kör­per zu schu­len und um der Bedeu­tung der kör­per­li­chen Ges­ten nach außen hin gewahr zu werden.

Wenn man mit auf­ge­rich­te­ter Hal­tung einem Dhamma-​​Vortrag zuhört, so zeigt dies, dass der Zuhö­rer auf­merk­sam das Gespro­chene ver­folgt. Es ist unhöf­lich, wenn man mit den Füßen auf den Schrein, ein Buddha-​​Bild oder einen Mönch zeigt. Ebenso erhebt man sich nicht über Mön­che, um mit ihnen zu spre­chen oder ihnen etwas anzu­bie­ten, anstatt sich auf die glei­che Ebene wie sie zu bege­ben (sofern es das Alter und die Gesund­heit erlauben).

 


<p style=”text-align: center;”><strong><span style=”font-size: small;”>Anrede und Titel</span></strong></p>
<p style=”text-align: center;”><strong><span style=”font-size: small;”>
</span></strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”><strong>Bhikkhu</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”>vollordinierter Mönch bzw. Mönch mit der höhe­ren Ordi­na­tion (upa­sam­padā) und 227  Regeln wie im Vinaya niedergelegt</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”><span style=”color: #ffffff;”>
</span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”><strong>Anrede: </strong></p>

 

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>„Bhante“ (Pāḷi) oder„Ehrwürdiger“ (es gibt noch viele ver­schie­dene, je nach Land unter­schied­li­che Anre­de­for­men, z.B. Ajahn, Phra, Phra Ajahn, Tan, Ashin, Saya­daw, 法師 etc.).</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>Dies  ist die respekt­volle Anrede für Mön­che von Laien und von ordens­jün­ge­ren Mön­chen an Ordensältere.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong><span style=”color: #ffffff;”>
</span></strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>mit Ordinations-​​Namen: </strong></p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>„Bhante Ananda”</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>„Ehrwürdiger Ananda“</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>„Ajahn Anando“, „Phra Anando“, „Tan Anando“, etc.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>(Der End­vo­kal –a wird im thai­län­di­schen Gebrauch durch –o ersetzt. Ananda &gt; Anando)</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>Bhikkhu ist die Stan­des­be­zeich­nung und wird nicht in der direk­ten Anrede ver­wen­det (nur vom Buddha), kann aber in der Selbst­nen­nung durch den Mönch, im Anschrei­ben, z.B. Ehrw. Bhikkhu Ananda, Dom­berg 10….. oder in For­mu­la­ren und Berich­ten bzw. in der neu­tra­len Namens­nen­nung ver­wen­det werden.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Anrede mit Du oder Sie je nach Ver­traut­heits­grad und Situa­tion, aber bei ver­trau­li­chem Du mit Zusatz „Bhante“ oder „Ehr­wür­di­ger“, meist am Satz­an­fang. (Tren­nung der Lebens­for­men durch die Spra­che – jeder Mönch ver­tritt den Sangha des Erleuch­te­ten und ist keine „Pri­vat­per­son“, auch kein „Pri­vat­freund“ son­dern spi­ri­tu­el­ler Weg­be­glei­ter und Men­tor. Die respekt­volle Anrede ist daher im Wesent­li­chen eine Ehrung des Sanghas – der in die Haus­lo­sig­keit gezo­ge­nen Schü­ler des Erwach­ten – sowie der gel­ben Robe (dem Ban­ner der Erleuch­te­ten) und weni­ger die Ehrung eines Indi­vi­du­ums, sei­nes phy­si­schen Kör­pers, also ca. 70 Kilo Fleisch, Kno­chen, etc. oder sei­ner per­sön­li­chen Qualitäten.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”><span style=”color: #ffffff;”>
</span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”><strong>Beispielsätze:</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhante, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhante Ananda, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Ehrwürdiger, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Ajahn Anando, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Tan Anando, wann gehen Sie/​gehst Du/​geht Ihr mor­gen auf Almosengang?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Wohin gehst Du jetzt Bhante?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Wohin gehen Sie Bhante?</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhante, wie denkst Du dar­über? (Bhante) Wie den­ken Sie dar­über  ?</​p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Wo ist Bhante Ananda? Ich würde gerne mit dem ehrw. Ananda sprechen.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Um einen Mönch her­bei­zu­ru­fen:  Bhante,…</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><span style=”color: #ffffff;”><strong>
</strong></span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Niemals:</strong></p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Anrede mit dem Ordi­na­ti­ons­na­men allein</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Ananda,…. (macht nur der eigene Lehrmeister)</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhikkhu,…. (No no)</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>Wo ist denn der Bhikkhu hin­ge­gan­gen?  bes­ser: Wo ist den unser Bhante/​der Ehr­wür­dige hingegangen?</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><span style=”color: #ffffff;”>
</span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><strong>Vereinfachte Form:
</strong></p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhikkhu Ananda…. (z.B. im öffent­li­chen Gespräch über den besag­ten Mönch im weltlichen/​interreligiösen Kon­text, z.B.  Herr Dr. Ste­fan Mül­ler, Herr Ste­fan Mül­ler – Pfar­rer Ste­fan Mül­ler – Bhikkhu Ste­fan Ananda</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>In amt­li­chen oder for­mel­len Ange­le­gen­hei­ten (z.B. Aus­weis, Kran­ken­ver­si­che­rung, Flug­ti­cket etc.) wird der Lai­en­name wei­ter­hin verwendet.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhikkhu Ste­fan Ananda</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Bhikkhu Stefan</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>der bud­dhis­ti­sche Mönch Stefan</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><span style=”color: #ffffff;”>
</span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><strong>Weitere Formen:</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><strong>
</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><strong>Bhikkhuni</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”>(Pāḷi) Nonne</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”>Die Ordens­li­nie der Bhikk­hu­nis  ist vor lan­ger Zeit bedau­er­li­cher­weise abge­bro­chen. Eine Ordi­na­tion als Bhikk­huni ist des­we­gen inner­halb der Theravada-​​Tradition zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt nicht mehr möglich.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><span style=”color: #ffffff;”> </span><strong>
</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Sāmanerī, </strong><strong>Siladhara</strong><strong>, Maechi, Silashin</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>(Pāḷi) Non­nen – ver­schie­dene Ordi­na­ti­ons­for­men und Anre­den je nach Land</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Anrede:</p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>„Schwester“, „Ehr­wür­dige“ oder „Ayya“ (weib­li­che Ent­spre­chung zu „Bhante“)</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Mönche reden Non­nen als „Schwes­ter“ („Bha­gini“) an.</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Sāmanera</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>(Pāḷi) Novize mit der nie­de­ren Ordi­na­tion (paba­jjā) und 10 Regeln (+ zusätz­lich den 75 Übungs-​​Regeln) wie im Vinaya nie­der­ge­legt. Meist als Vor­be­rei­tungs­stufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-​​jährige Anwärter.</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Upāsaka</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Laienanhänger</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Anrede:</p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>einfach mit Namen; Upāsaka+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>falls ver­traut mit Du oder Sie und Vor­na­men, ansons­ten Sie mit Familiennamen</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;” lang=”de-DE”><strong>Upāsikā</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Laienanhängerin</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>Anrede:</p>

<blo­ck­quote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>einfach mit Namen; Upāsikā+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>falls ver­traut mit Du oder Sie und Vor­na­men, ansons­ten Sie mit Familiennamen</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: nor­mal;” lang=”de-DE”>bei Mön­chen ist das Hin­zu­set­zen der Bezeich­nung Upā­sikā bei Frauen nütz­lich um etwas mehr Dis­tanz schaf­fen zu kön­nen (z.B. Upā­sikā Bri­gitte, wie geht es Ihnen?)</p>
</​blockquote>
<p style=”margin-bottom: 0cm; font-​​weight: normal;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Mahāthera</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong> </strong>(Pāḷi: Bezeich­nung für einen Bhikkhu, der län­ger als zwan­zig Jahre dem Orden angehört</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><strong>Thera</strong></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”>(Pāḷi): Bezeich­nung für einen Bhikkhu, der län­ger als zehn Jahre dem Orden angehört</p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”><span style=”color: #ffffff;”>.</span></p>
<p style=”margin-bottom: 0cm;”></p>

Anhang: Anrede und Titel


Bhikkhu

vol­l­or­di­nier­ter Mönch bzw. Mönch mit der höhe­ren Ordi­na­tion (upa­sam­padā) und 227 Regeln wie im Vinaya niedergelegt


Anrede:

 

„Bhante“ (Pāḷi) oder„Ehrwürdiger“ (es gibt noch viele ver­schie­dene, je nach Land unter­schied­li­che Anre­de­for­men, z.B. Ajahn, Phra, Phra Ajahn, Tan, Ashin, Saya­daw, 法師 etc.).

Dies ist die respekt­volle Anrede für Mön­che von Laien und von ordens­jün­ge­ren Mön­chen an Ordensältere.


mit Ordinations-​​Namen:

 

„Bhante Ananda”

„Ehr­wür­di­ger Ananda“

„Ajahn Anando“, „Phra Anando“, „Tan Anando“, etc.


(Der End­vo­kal –a wird im thai­län­di­schen Gebrauch durch –o ersetzt. Ananda > Anando)


Bhikkhu ist die Stan­des­be­zeich­nung und wird nicht in der direk­ten Anrede ver­wen­det (nur vom Buddha), kann aber in der Selbst­nen­nung durch den Mönch, im Anschrei­ben, z.B. Ehrw. Bhikkhu Ananda, Dom­berg 10….. oder in For­mu­la­ren und Berich­ten bzw. in der neu­tra­len Namens­nen­nung ver­wen­det werden.


Anrede mit Du oder Sie je nach Ver­traut­heits­grad und Situa­tion, aber bei ver­trau­li­chem Du mit Zusatz „Bhante“ oder „Ehr­wür­di­ger“, meist am Satz­an­fang. (Tren­nung der Lebens­for­men durch die Spra­che – jeder Mönch ver­tritt den Sangha des Erleuch­te­ten und ist keine „Pri­vat­per­son“, auch kein „Pri­vat­freund“ son­dern spi­ri­tu­el­ler Weg­be­glei­ter und Men­tor. Die respekt­volle Anrede ist daher im Wesent­li­chen eine Ehrung des Sanghas – der in die Haus­lo­sig­keit gezo­ge­nen Schü­ler des Erwach­ten – sowie der gel­ben Robe (dem Ban­ner der Erleuch­te­ten) und weni­ger die Ehrung eines Indi­vi­du­ums, sei­nes phy­si­schen Kör­pers, also ca. 70 Kilo Fleisch, Kno­chen, etc. oder sei­ner per­sön­li­chen Qualitäten.



Bei­spiel­sätze:

 

Bhante, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?

Bhante Ananda, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?

Ehr­wür­di­ger, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?

Ajahn Anando, wohin gehen Sie/​wohin gehst Du?

Tan Anando, wann gehen Sie/​gehst Du/​geht Ihr mor­gen auf Almosengang?

Wohin gehst Du jetzt Bhante?

Wohin gehen Sie Bhante?

Bhante, wie denkst Du dar­über? (Bhante) Wie den­ken Sie darüber ?

Wo ist Bhante Ananda? Ich würde gerne mit dem ehrw. Ananda sprechen.

Um einen Mönch her­bei­zu­ru­fen: Bhante,…



Nie­mals:

 

Anrede mit dem Ordi­na­ti­ons­na­men allein

Ananda,…. (macht nur der eigene Lehrmeister)

Bhikkhu,…. (No no)


Wo ist denn der Bhikkhu hin­ge­gan­gen? bes­ser: Wo ist den unser Bhante/​der Ehr­wür­dige hingegangen?




Ver­ein­fachte Form:


Bhikkhu Ananda…. (z.B. im öffent­li­chen Gespräch über den besag­ten Mönch im weltlichen/​interreligiösen Kon­text: Herr Dr. Ste­fan Mül­ler, Herr Ste­fan Mül­ler – Pfar­rer Ste­fan Mül­ler – Bhikkhu Ste­fan Ananda

In amt­li­chen oder for­mel­len Ange­le­gen­hei­ten (z.B. Aus­weis, Kran­ken­ver­si­che­rung, Flug­ti­cket etc.) wird der Lai­en­name wei­ter­hin verwendet.

Bhikkhu Ste­fan Ananda

Bhikkhu Ste­fan

der bud­dhis­ti­sche Mönch Stefan




Wei­tere Formen:


Sāma­nerī, Sil­ad­hara, Maechi, Silashin

(Pāḷi) Non­nen – ver­schie­dene Ordi­na­ti­ons­for­men und Anre­den je nach Land

Anrede:

 

„Schwes­ter“, „Ehr­wür­dige“ oder „Ayya“ (weib­li­che Ent­spre­chung zu „Bhante“)

Mön­che reden Non­nen als „Schwes­ter“ („Bha­gini“) an.



 

Sāma­nera

(Pāḷi) Novize mit der nie­de­ren Ordi­na­tion (paba­jjā) und 10 Regeln (+ zusätz­lich den 75 Übungs-​​Regeln) wie im Vinaya nie­der­ge­legt. Meist als Vor­be­rei­tungs­stufe zum Bhikkhu für noch nicht 20-​​jährige Anwärter.


 


Upās­aka

Lai­en­an­hän­ger

Anrede:

 

ein­fach mit Namen; Upāsaka+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)

falls ver­traut mit Du oder Sie und Vor­na­men, ansons­ten Sie mit Familiennamen



Upā­sikā

Lai­en­an­hän­ge­rin

Anrede:

 

ein­fach mit Namen; Upāsikā+Namen (auf Thai: Yom oder Khun + Namen)

falls ver­traut mit Du oder Sie und Vor­na­men, ansons­ten Sie mit Familiennamen


bei Mön­chen ist das Hin­zu­set­zen der Bezeich­nung Upā­sikā bei Frauen nütz­lich um etwas mehr Dis­tanz schaf­fen zu kön­nen (z.B. Upā­sikā Bri­gitte, wie geht es Ihnen?)



Mahāthera

(Pāḷi: Bezeich­nung für einen Bhikkhu, der län­ger als zwan­zig Jahre dem Orden angehört



Thera

(Pāḷi): Bezeich­nung für einen Bhikkhu, der län­ger als zehn Jahre dem Orden angehört


 

Bhikk­huni

(Pāḷi) Nonne

Die Ordens­li­nie der Bhikk­hu­nis ist vor lan­ger Zeit abge­bro­chen. Eine Ordi­na­tion als Bhikk­huni ist des­we­gen inner­halb der Theravada-​​Tradition zum gegen­wär­ti­gen Zeit­punkt nicht mehr möglich.

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