Idee und Gründung

Im Rahmen seiner Teilnahme an den Sitzungen der Projektgruppe Migration des Sozialbeirats der Stadt Freising durfte der deutsche Mönch Bhikkhu Philipp Thitadhammo Einblicke in die Problematik und die Bedürfnisse der Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland gewinnen. Dabei wurde er durch das große Engagement und den selbstlosen Einsatz der Fachleute und ehrenamtlichen Vertreter verschiedener Freisinger Vereine tief beeindruckt. Diese Eindrücke verbanden sich mit den Einblicken, welche er selbst als ein in der Fremde in die mönchische Hauslosigkeit Gezogener während langjähriger Aufenthalte in Ländern des buddhistischen Kulturraums gesammelt hatte. Hierzu gesellten sich die im Kontext der zweijährigen Aufbauarbeit eines buddhistischen Klosters in Freising, eines Trägervereins und einer buddhistischen Gemeinde gewonnenen Erfahrungswerte. Mannigfaltige Begegnungskonstellationen von Deutschen und Migranten verschiedener Sprachzugehörigkeit im buddhistischen Kontext waren hierbei besonders lehrreich. Bei der Gemeindearbeit wurde die Begegnung mit Buddhisten aus dem Ausland zur täglichen Routine. Insbesondere durch den Einsatz der buddhistischen Migranten, ihre passionierte Hingabe und Leistung einer „Entwicklungshilfe“ für die buddhistische Sache in Deutschland zum Wohle ihrer Mitbürger einerseits und durch die große Hilfsbereitschaft, Anteilnahme und das Problembewußtsein für das soziale, kulturelle und religiöse Miteinander im bayerischen Freising andererseits wurde in Bhikkhu Thitadhammo der Wunsch geweckt, eine kompetente Förderung in Sachen Sprache und buddhistischer Lebensführung für beide – also Migranten und Einheimische – zu ermöglichen. Im Zusammenhang mit der Förderung von buddhistischem Leben und Lernen, der Etablierung des buddhistischen Mönchsordens in Freising, mit verschiedenen Projekten zur Entwicklung einer in den deutschen Kulturraum integrierten und zukunftsfähigen Form der buddhistischen Lehrvermittlung und einer allgemeinen ethischen, werte– und harmonieorientierten Lebensweise formte sich das Konzept für eine institutionelle Lehr– und Bildungs­einrichtung und das Bewußtsein der Dringlichkeit seiner Umsetzung. So war die Idee zur Schaffung dieses Instituts zur Verbesserung der gegenwärtigen Lage und zur freudig zukunftsorientierten Entwicklung geboren.

Nach eingehender Beratung mit Vereins– und Gemeindemitgliedern des Buddhistischen Klosters Freising e.V., darunter Frau Annette Poerschke aus Hamburg, Maximilian Erhard aus München, Frau Nuttakarn Tripech und Frau Wanwiwa Numtip aus Unterschleißheim sowie Herrn César Tapia Mego folgte eine Arbeitsbesprechung mit Gründungsentschluß am 16. 2. 2011 unter Teilnahme der Vereinsvorsitzenden Frau Srinapa Dhapjan-​​Langbein von Thai ASA e.V. München, sowie den Lehrkräften Frau Nalina Rau und Herrn Krisdi Chairatana. Der Tag des Vesakh-​​Vollmondes am 17. Mai wurde als Tag der Institutsgründung festgelegt.