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Sehe ich den Freisinger Domberg, denke ich an das buddhistische Kloster  — Leserbrief

 

Seit zwei Monaten arbeite ich am Münchner Flughafen für eine große deutsche Spedition. Von meinem Schreibtisch aus kann ich startende und landende Flugzeuge beobachten. Wenn die Sicht gut ist, sehe ich auch das Kloster in Freising mit dem hohen Dom. Dabei denke ich nicht an das bekannte katholische Kloster in Freising, sondern an das buddhistische Kloster am Domberg 10 in unmittelbarer Nähe des hohen Turms.

Ein Freisinger ist nach langen Jahren des Studiums der buddhistischen Lehre in verschiedenen Klöstern in Asien wieder in seine Heimat zurückgekehrt. Mit viel Herz, viel Einfühlungsvermögen, viel Engagement und viel Geschmack für schöne Einrichtungsgegenstände hat er das buddhistische Kloster am Domberg 10 und in der Fischergasse 18 aufgebaut.

Ich denke bei dem Blick aus dem Bürogebäude nicht nur an die stilvollen Wohlfühlorte des buddhistischen Klosters, sondern vor allem an den gastfreundlichen, großzügigen und fleißigen buddhistischen Mönch namens Thitadhammo, mit dem ich schöne Feiern erlebt und interessante Gespräche geführt habe.

 

SR

 

Weihnachtsgrüße des Wat Sibounheuang bei Heidelberg

von Ajahn Outhai und Upasaka Sascha Berger

Wat Sibounheuang — Buddhistisches Kloster der Theravada Tradition in Altlussheim bei Heidelberg

Von Liebe und Abschied, von Leben und Tod – Wie uns das Schicksal eines Schwalbenpärchens hilft, die edle Wahrheit vom Leiden besser begreifen zu lernen (PDF)

 

Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsinn und Verzweiflung sind Leiden; vereint sein mit Unliebem ist Leiden, getrennt sein von Liebem ist Leiden; was man verlangt, nicht erlangen, ist Leiden. Kurz gesagt: die fünf Faktoren des Ergreifens sind Leiden. 

aus: Samyutta Nikaya 56.11 

  

Gedanken über Liebe und Abschied, Leben und Tod begleiten uns in Deutschland besonders an den stillen Feiertagen wie Allerheiligen, Allerseelen, Volkstrauertag und dem Totensonntag. Die uns altvertrauten Feiertage zu nutzen, sie nicht sinnentleert verstreichen zu lassen, sie zu schätzen, sich intensiver mit ihnen zu beschäftigen – auch einmal von buddhistischer Warte – dazu in diesem Zusammenhang das bebilderte Gleichnis von den Schwalben. Es wurde eigens von einem Dhammafreund als PDF gestaltet und als Unterrichtsmaterial für die Schüler seiner Meditationsgruppe bereitgestellt. Nun hat er es freundlicherweise auch uns zukommen lassen. Es hilft sicherlich einigen, sich bewußter mit der Aussage des obigen Ausschnitts aus einer wichtigen Lehrrede des Erwachten auseinanderzusetzen.

 Von Liebe und Abschied, von Leben und Tod eines Schwalbenpärchens (PDF)

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte …

Mit Almosenschüssel und einer großen Portion Enthusiasmus

Leserbrief an eine Freisinger Lokalzeitung

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Sehr geehrte Damen und Herren,

mit Interesse verfolgte ich die kurze Fernsehreportage, in der ein buddhistischer Mönch in Freising vorgestellt wurde.

Seit über 5 Jahren, in denen ich immer wieder fakultativ in verschiedenen Ländern in Asien unterwegs war, konnte ich mir einen Einblick verschaffen, welche Wertschätzung den buddhistischen Mönchen dort widerfährt!

Bhikkhu Philipp hat viel Mut bewiesen, mit nichts als seiner Almosenschüssel und einer großen Portion Enthusiasmus auf den westlichen Kontinent zurückzukehren, in dem Geld-​​, Sex– und Machtdenken ihren Stellenwert haben, Demut und Bescheidenheit jedoch "milde belächelt" werden.

Ganz besonders gefiel mir die Toleranz und die Aufgeschlossenheit seitens der Freisinger Bürger!

Ich wünsche auf diesem Weg diesem sympathischen, Frieden und Ruhe ausstrahlenden Mann, Bhikkhu Philipp, wo auch immer er sich aufhält, der von seinem Glauben und der Anspruchslosigkeit überzeugt ist, in erster Linie Gesundheit , wohlwollende Menschen und Erfolg für sein Vorhaben.

Mit diesen Wünschen verbleibe ich,

Anneliese Müller

84034 Landshut

Gedanken zur Patimokkha-​​Rezitation in Freising

Ein denkwürdiges und glückverheißendes Ereignis

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Patimokkha-Rezitation

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So lange als da, ihr Mönche, die Mönche häufig zusammenkommen, öfters Zusammenkünfte haben werden, ist eben ein Wachsen, ihr Mönche, der Mönche zu erwarten und kein Schwinden.

So lange als da, ihr Mönche, die Mönche einträchtig zusammenkommen, einträchtig auseinander gehen, einträchtig die Angelegenheiten des Ordens erledigen werden, ist eben ein Wachsen, ihr Mönche, der Mönche zu erwarten und kein Schwinden.

So lange als da, ihr Mönche, die Mönche keine neuen Gesetze erlassen, bestehende nicht aufheben, dem überlieferten Regelpfade getreu sich betragen werden, ist eben ein Wachsen, ihr Mönche, der Mönche zu erwarten und kein Schwinden.

So lange als da, ihr Mönche, die Mönche die Stützen der Jünger, die längst erprobten, erfahrenen Pilger, die Väter des Ordens, die Führer des Ordens, als solche werthalten, hochschätzen, achten und ehren und auf deren Rat etwas geben werden, ist eben ein Wachsen, ihr Mönche, der Mönche zu erwarten und kein Schwinden.“ Aus D 16

 

Seit das Entstehen der beiden Klöster Muttodaya und kurz darauf des Bodhi Vihara in meine Wahrnehmung trat, entstand in mir der Herzenswunsch, daß es hier in Deutschland doch möglich wäre, daß die Mönche der Klöster zusammenkommen, um miteinander die Ordensregel zu rezitieren.

Dieser Herzenswunsch erfüllte sich mir zum ersten Mal bereits im letzten Jahr, als die Mönche des Bodhi Vihara zu diesem Zweck zum Muttodaya Kloster reisten.

Am 28.04.2553 nun aber sollten 10 Mönche zusammenkommen, um gemeinsam die Patimokkha-​​Rezitation im Bodhi Vihara abzuhalten.

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Allerdings wagte ich kaum zu wünschen, bei einem solchen Ereignis dabeisein zu dürfen, doch mitunter fügen sich die Dinge ja auf unerwartet glückliche Weise.

Uns wurde es ermöglicht, der Einladung an Freunde und Unterstützer folgen zu können und das Kloster in Freising zu diesem Ereignis zu besuchen.

Man empfing uns aufs Herzlichste, sorgte für unser Wohlergehen, und denkwürdige und erbauliche Worte über die Lehre wurden ausgetauscht.

Die Räumlichkeiten im Kloster mögen wirklich sein, dagegen sind die Herzen der Menschen dort jedoch überaus groß. Die Atmosphäre dort ist einfach wundervoll.

Äußerst beeindruckend war, mitzuerleben, wie die Mönche, so verschieden sie als Menschen auch sein mögen, auf eine solch würdige und respektvolle Weise miteinander umgegangen sind.

Es hinterläßt einen tiefen Eindruck im Herzen und kann gewiß nicht ohne Wirkung bleiben, diese Ernsthaftigkeit zu sehen, wie auch die kleinen und geringen Weisungen befolgt werden, wie die Weisung des Erwachten noch lebendig ist, obgleich andererseits in der Welt auch der Verfall sichtbar ist.

Dieses ist eine wahre Inspiration für einen jeden ernsthaften, sich übenden Nachfolger der Lehre.

So ist es, wie in den Lehrreden beschrieben, die Asketenfreude an den Asketen.

Patimokkha

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…wollen wir, o Herr, die Mönche, die so erlesen sind, als erlesen erkennen, die so erlesen sind, mit erlesener Speise speisen, die so erlesen sind, mit erlesener Ehre ehren. Erzeugt hat mir, wahrlich, o Herr, der Erhabene Asketenliebe zu den Asketen, Asketenfreude an den Asketen, Asketenehrfurcht vor den Asketen.“
(M 54)

Gewiß hat es sich zur Zeit des Erwachten zumeist um bereits geheilte gehandelt und der „Heilige Wandel“, der sich eben darin zeigte, ist ja, wie es der Erwachte erklärte, wie jedes aufgrund von Bedingungen Entstandene, der Vergänglichkeit unterworfen.

 

»Wohlan denn, ihr Mönche, laßt euch gesagt sein:
schwinden muß jede Erscheinung, unermüdlich mögt ihr da kämpfen.«
Das war des Vollendeten letztes Wort.“ (D 16)

Doch sind noch heute für uns solche sichtbar, die aus Vertrauen vom Hause in die Hauslosigkeit gehen, sich nach der Weisung des Erwachten üben und kämpfen.

Patimokkha (12)

Ich empfinde tiefe Dankbarkeit, daß mir dieses Erlebnis zuteil wurde. Es ist ein großer Ansporn, Freude und Ermunterung, jedoch auch Mahnung in der Ernsthaftigkeit der eigenen Übung.

Es wirklich beglückend, sich vor diesem Sangha verbeugen zu dürfen und die Ehrerbietung darbringen zu können!

Ich hätte mir keinen besseren Ort vorstellen können, an dem ich hätte in dieser Zeit sein mögen.

Die Zukunft ist ungewiß, und die Zeit und die Umstände, in denen wir uns vorfinden, sind alles andere als hoffnungsträchtig. Doch wenn wir stets unseren Blick nur auf die negativen Dinge richten, unseren Geist damit ernähren, kritisieren und zweifeln, können wir nicht erwarten, daß unser Erleben heller und angenehmer wird.

Wenn wir nicht beginnen, unsere Herzen für das Einigende, Würdige und Beglückende zu öffnen, wie wollen wir dann Zuversicht gewinnen und Vertrauen zu Buddha, Dhamma und Sangha?

Patimokkha (6)

 

Das skeptische Zweifeln hat er verworfen, der Ungewißheit ist er entronnen; er zweifelt nicht am Guten, vom skeptischem Zweifel läutert er sein Herz.“ (M 27)

Mögen uns vermehrt solche sichtbar sein, die der Lehre ernsthaft und voller Hingabe folgen, mögen sich die Früchte ihres Weges offenbaren, ob im Orden oder unter den Laien.

Mögen sie uns Ansporn, Ermutigung und Edle Freunde sein, auf unserem Weg zur Befreiung aus dem Leidenskreislauf.

Mitunter sollen ja Wünsche in Erfüllung gehen, wenn es die richtigen sind …

Ich möchte meinen Dank und meinen tiefen Respekt zum Ausdruck bringen, all jenen, die dieses Ereignis ermöglicht haben!

Upasika Annette

Sabbe sattā bhavantu sukhitattā!

Bhavatu sabbamaṅgalaṃ!

Leserbrief

Guten Tag Bhikkhu Philipp,
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Ich schaue häufig auf Ihre /​ Eure Internetseite und freue mich über die Beiträge. Es sind zunächst vielleicht gar nicht die Artikel, die sich direkt mit der Lebensgeschichte des Erhabenen Buddha befassen, sondern oft ist es auch die Aufmachung und die Ideen, die dahinter stehen, z.B. das Osterhasenfoto und die Geschichte des Hasen, der in das Feuer geht um sich zu opfern.
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Ich glaube, alte und "verstaubte" Geschichten interessieren in dieser schnelllebigen Zeit nur noch wenige Leute. Deswegen müssen sie auf eine nachvollziehbare und lebensrelevante Weise vermittelt und nähergebracht werden.
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[…]
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Ich persönlich würde mich, wenn die Ruhe und Zeit dafür da wäre, auch gerne mehr mit der eigenen Psyche, also mit mir selbst im Rahmen der Selbstfindung beschäftigen. Dies ist mir von großer Wichtigkeit.
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Ich hoffe Ihr und Euer Wunsch nach einem Grundstück oder geeigneten Haus, zur besseren Ausübung der Lehre (z.B. Gehmeditation) geht bald in Erfüllung! Der Wunsch hat durchaus eine große Berechtigung, auch zum Wohle der Gesellschaft.
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Ich für mich würde mir auch einen deutschen Mönch in das thailändische Wat Dhammavihara Hannover wünschen.
.…. Ich wünsche Euch allen in Freising weiterhin alles Gute .…..
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Upasaka K. aus Hannover
05.04.2010

Bodhi Vihara Newsletter 菩提精舍新訊

Bodhi Vihara — Buddhistisches Kloster Freising e.V. Newsletter No 1/​2553 (2010)

จดหมายข่าว วัดโพธิ์ไฟรซิงค์    菩提精舍新訊

(hier)

A happy new year — A happy new life! For a sincere reflection on how we live.

Ein bewegender Brief von einem guten Freund, den ich mit allen Lesern teile:

I just got back from Loei province. We went to a funeral of a young 13
year old girl who had a heart disease since birth (only 2 chambers in
her heart). Two days ago she got very excited and her heart could not
beat fast enough… and she died. Ajahn had a talk at her cremation,
he said that she had done a good job in her short life, she had been a
good girl and nice to people around her. Especially, she had ended her
life in a good way and has not done anything bad, so in the same way,
those people who are much older should reflect whether they are going
to end their lives in such a good way or not. Then we went to the Meru
where the coffin was open and we sprinkled some coconut water over her
body. Her face was quite peaceful. She was quite a pretty girl (and
they put some red lipstick on her lips), her hands were held together
in anjali. It was a nice way to say good bye to her and wish her a
good journey to the next destination, Sugati. The whole village was
there, young and old. It was good to be part of such an event.

from a letter to Bodhi Vihara