Liebe Freunde im Dhamma,
kommendes Wochenende treffen wir uns am 24.6. wieder zu unserem regelmäßigen Gemeindetag am letzten Sonntag im Monat.
Die Sumitta Sprechstunde beginnt diesmal jedoch erst um 10 Uhr.
Wir freuen uns über jeden, der sich für unsere Projekte und Vorhaben begeistern kann und Lust hat sich kreativ und beherzt einzubringen.
Der Buddhismus ist in Deutschland allgemein noch sehr schwach. Der Bedarf an kompetenten Lehrern und Lehrerinnen in unserem Land ist nach wie vor sehr hoch. Das Lehrverständnis ist allgemein noch sehr förderungsbedürftig und die Bedingungen für buddhistisches Leben bzw. Überleben sind verbesserungswürdig. In Sachen Dhamma sind wir – das müssen wir uns eingestehen – ein Entwicklungsland. Der Buddhismus ist noch nicht einmal eine anerkannte Religion in Deutschland. Unsere österreichischen Nachbarn sind uns hier weit voraus. Um die notwendige Entwicklungshilfe müssen wir uns selber kümmern. Jedoch dürfen wir uns glücklich schätzen: Im Gegensatz zu unseren Vorfahren haben wir heute die kostbare Gelegenheit den Weg des Buddha auch in unserer Heimat beschreiten zu können und dürfen uns an ihm frei und uneingeschränkt orientieren.
Dennoch gilt: Ohne unseren aktiven Einsatz, unser eifriges Lernen, ernsthaftes Üben und überzeugendes Vorbild sowie unsere sinnvolle Bereitschaft zur Investition von Zeit, Kraft und Einsatz werden wir selbst es in diesem Leben – aber auch die kommenden Generationen – nicht wirklich leichter haben als eben gegenwärtig anzutreffen.
Vergleichen wir es mit einem Krankenhaus: Wie glücklich können wir uns schätzen, daß andere Menschen für uns Krankenhäuser gebaut haben, in denen wir versorgt werden können.
Wie viel Mühe hat es bereitet, wie viel Einsatz gekostet bis eben diese erst errichtet waren!
Genauso wollen wir streben uns eine Heilsstätte für den an Gier, Haß und Verblendung erkrankten Geist zu errichten – in der wir all die notwendigen Heilmethoden und Therapien erfahren können – den angewandten 8teiligen Pfad!
Für unser eigenes Wohl und das der anderen wollen wir uns ohne Unterlaß einsetzen. Besonders wollen wir uns hüten, ein Opfer unserer eigenen Wohlstandsträgheit und Geistesschlaffheit zu werden. Ganz wichtig ist zu beachten, daß es nicht reicht, nur mit dem Buddha zu sympathisieren. Um die Botschaft des Erwachten in unser Leben zu integrieren und sie auch anderen zu vermitteln bedarf es einem Geist des Mitgefühls, der Freude am Teilen und einem wirklich durchdringenden Verständnis der Heilslehre und ihrer Anwendung.
Möge die befreiende Botschaft des Erwachten Euch allezeit schützen und behüten,
Bhikkhu Thitadhammo
